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Der Hellerhof in Paudorf ist Originalschauplatz eines bedeutenden Werks der Opernliteratur: Hier ereignete sich um 1820 jener historische Kriminalfall mit Brandstiftung, auf dem das Libretto von Wilhelm Kienzls populärer Oper "Der Evangelimann" (1895) fußt.
In einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude, das aus dem Jahre 1651 stammt, hat die Marktgemeinde Paudorf ein Museum errichtet, das dem Komponisten und seinem Werk gewidmet ist.
Der am 17.01.1857 in Waizenkirchen (OÖ) geborene Wilhelm Kienzl (gestorben 01.10.1941 in Wien) gehört zu den bedeutendsten österreichischen Komponisten aus der Generation Gustav Mahlers und Hugo Wolfs. Zunächst Opernkomponist ganz in der Nachfolge Wagners, gelang es ihm vor allem mit dem Welterfolg des Evangelimanns, einen volkstümlich-österreichischen Typ der zeitgenössischen Oper zu prägen. Von Staatskanzler Renner beauftragt, komponierte Kienzl 1920 eine Bundeshymne für die Erste Republik.
Das Wilhelm Kienzl-Museum in Paudorf ist eine dem Komponisten gewidmete Gedenkstätte in dem mit Originalen aus dem Nachlass, Leihgaben, Notendrucken, Fotos u. a. Leben und Schaffen Kienzls dokumentiert wird. Schwerpunkt des Museums bildet die Oper "Der Evangelimann" und ihre Beziehung zum Paudorfer Hellerhof.
In einer seperaten Abteilung wird auch eine archäologische Sammlung gezeigt, die einen Überblick über die Urgeschichte des Fladnitztales bietet.
Weitere Informationen:
Kulturverein Paudorf
www.kulturverein-paudorf.at
Tel. 0664/739 14 932
1. Mai bis 27. Oktober 2013
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag und Feiertag: 10 - 17.00 Uhr
Die Ausstellung "Schauplatz Evangelimann" bzw. diverse Veranstaltungen finden im Museum statt.
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