Hellerhof

Hellerhof

Der Hellerhof ist der letzte Rest des im Mittelalter untergegangenen Ortes Dietmannsdorf. 1637 kaufte ihn der Göttweiger Abt und Musikwissenschaftler David Gregor Corner von Magdalena von Altenau, einer Tochter des Salzburger Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau.
Abt Gregor Heller gestaltete den Hof in der Folge zu einem "niederösterreichischen Hellbrunn" und Abt Johannes Dizent baute die Kapelle zur Erinnerung an seine Abtwahl (24. Juni 1672) zu Ehren des Hl. Johannes des Täufers aus.

Unter Joseph II (1780 - 1790) wurde der prachtvolle Hof zu einem Wohnhaus umgestaltet, die Gartenanlagen verfielen. Schon in dieser Zeit wurde der Hellerhof wegen seiner Lage als Seelsorgezentrum genützt.


Hellerhof mit Pfarramt und Kirche St. AltmannNach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Hellerhof immer mehr zum Mittelpunkt der Pfarre. Am 16.6.1991 wurde der Grundstein für die neue Kirche gelegt, und am gleichen Tag wurde der Name der Pfarre in "Paudorf-Göttweig" umgeändert. Am 12.9.1993 erhielt St. Altmann die Weihe und ist seither Pfarrkirche der Pfarre Paudorf-Göttweig. (Der Hl. Altmann ist der Gründer des Klosters und der Pfarre Göttweig. Er starb 1091 und ist in der Krypta der Stiftskirche begraben.)

 Alte Kirche im Hellerhof
Der Hellerhof weist Bauteile aus mehreren Jahrhunderten auf:

Pfarrhof:
Nordtrakt spätromanisch (1225 - 1250), das "Feste Haus" der Ritter von Höbenbach

Südtrakt aus der Spätrenaissance (um 1590)

Kapelle aus dem 17. Jahrhundert  (kleiner mittelalterlicher Kern)

Wirtschaftsgebäude um 1651; wird von der Marktgemeinde Paudorf zu einem Kienzl-Museum    und einer Evangelimann-Gedenkstätte umgebaut. (Der Hellerhof ist der Schauplatz der Oper   "Der Evangelimann" von Wilhelm Kienzl)

St. Altmann

Neue Kirche im Hellerhof St. Altmann

Die Spatenstichfeier für die
neue Pfarrkirche im Hellerhof findet am 5. Mai 1991 im Rahmen der traditionellen Floriani-Feier der Feuerwehren der Gemeinde Paudorf statt. Die feierliche Grundsteinlegung wird am 16. Juni durch Abt Dr. Clemens Lashofer vorgenommen. Die Pfarre wird nun in Parre "Paudorf-Göttweig" umbenannt. Bei strahlendem Wetter versammelten sich am
12. September 1993 etwa 3.000 Menschen im Hellerhof, um die Weihe der neuen Kirche mit einem Gottesdienst zu feiern.

Von der Situierung her betrachtet, sollte die neue Kirche markanter Eckpunkt, Drehscheibe und architektonisches Bindeglied im Hellerhofensemble sein. In seiner Konzeption folgt das Bauwerk der Form  eines Zeltes und nimmt darüber hinaus landschaftliche Elemente eines dahinterliegenden Kegelberges - des Waxenberges - auf. Vor der Kirche wurde ein quadratischer Platz der Begegnung angeordnet, dessen Diagonale in der Kirchenachse seine Fortsetzung findet und sonst als Beziehungsvermittler zwischen Gebäuden und Wegen fungiert.

Innenraum mit Altar in der Kirche St. Altmann

Die planerischen Grundsätze des Architekten Mag. Ing. Friedrich Göbl für den Kircheninnenraum waren das Bemühen, mit beschränktem Materialeinsatz einen Ort der Konzentration und Verinnerlichung zu schaffen, wobei der Altar Mittelpunkt des architektonischen Geschehens in jeder Hinsicht sein musste.

 

Kirchenpatron ist der Heilige Altmann,Neue Orgel in der Kirche St. Altmann
der als einziger als Heiliger
verehrte Bischof in der 1250jährigen Geschichte der Diözese Passau, die einst das größte Bistum Deutschlands war, Ober- und Niederösterreich umfasste und bis an die ungarische Grenze reichte. Die Kirche in Paudorf ist die erste Pfarrkiche überhaupt, die ihm geweiht wurde. Altmann starb am 8. August 1091 im Passauerhof von Zeiselmauer - zwischen Wien und Tulln gelegen - und wurde in Göttweig begraben.

http://www.pfarre-paudorf.com/